Jürgen Schön: Skulpturen und Zeichnungen

13. Juni 2004 - 08. August 2004

Die Arbeiten des Dresdener Künstlers Jürgen Schön (geb. 1965 in Riesa) zeichnen sich durch eine außenseiterische Position aus. Als Bildhauer ist er an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden von 1979 bis 1986 am "harten Material" ausgebildet worden. Seit 1989 wechselte er dieses und benutzt fortan Papiermaché für seine Plastiken
Die fragilen Arbeiten sind häufig auf archaische Formen, Architekturelemente und Gegenstände reduziert, die der Gefühlswelt entsprungen zu sein scheinen, sich dem Verstand aber entziehen. Es sind selbständige Formenfindungen, von nichts abstrahiert, anspielungsfrei und somit nicht erklärbar, zugleich aber von einer starken sinnlichen Ausstrahlung.
2001 erheilt Jürgen Schön den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste zu Berlin. Bei seiner Verleihung ist folgende Beschreibung seiner Arbeit gegeben worden: "Manchmal klein, fast schmächtig, vermögen die 'Plastiken' dennoch Raum um sich zu bilden. Anfangs zum Teil fast unbemerkt, sind sie doch da. Sie lassen tiefes Ein- und Ausatmen zu, evozieren Innehalten, Geschlossenheit, Stille und Konzentration inmitten der von allen Seiten hereinprasselnden Geschwätzigkeit einer Spaßgesellschaft."
Die Ausstellung zeigt seine als Trophäen betitelten Objekte aus Papier sowie Zeichnungen.



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