Elke Hopfe (*1945)

22. Februar - 9. April 2007

Die Kunstsammlung Neubrandenburg zeigt in ihrer neuen Sonderausstellung aktuelle Arbeiten der höchst eigenwilligen Dresdener Zeichnerin Elke Hopfe.
Elke Hopfe ist 1945 in Limbach-Oberfrohna geboren, studierte von 1965 bis 1970 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK), war dort von 1976 bis 1979 Meisterschülerin bei Gerhard Kettner und ist seit 1992 als Professorin an der HfBK tätig. Seit ihrem Studium bestechen ihre Zeichnungen durch eine außergewöhnliche Bildsprache.
Elke Hopfe arbeitet ausschließlich in Schwarz-Weiß.
Diese scheinbare Beschränkung der Mittel bedeutet nicht Verlust, sondern eine erhöhte Intensität des Ausdrucks
. Die Motive ihrer großformatigen Blätter, zumeist 70 x 100 cm, werden mit einem äußerst konzentrierten und emotionalen Zeichenduktus vorgetragen.
Es ist der Mensch, der sie interessiert. Nicht die Oberfläche ist es, sondern gelebte Biografien, die sich hinter der äußeren Erscheinung verbergen oder elementare Lebenssituationen.
Die Arbeiten entwickeln sich in einem langen Prozess von "Schaffen, Tilgen, Schaffen" (Elke Hopfe). Es erscheint nicht das Porträt, der Körper an sich, sondern die Konzentration auf bestimmte Elemente, die menschliche Zustände ausdrücken.
Durch den radikalen Zeichenduktus der Künstlerin, die Reduzierung und Dekonstruktion, das Nebeneinander von zartesten Linien und scharfen Markierungen entstehen auf den Zeichenflächen Energiefelder mit großer räumlicher Ausstrahlung, sowohl in die Tiefe als auch aus dem Blatt heraus.
Die gegenständlichen Anknüpfungspunkte der Körperformen besitzen ein Eigenleben, dem sich der Betrachter nur schwer entziehen kann.

Elke Hopfe ist eine Zeichnerin, deren eigenständige Arbeiten nicht hoch genug für die zeitgenössische Kunst gewertet werden können.
Die Kunstsammlung Neubrandenburg zeigt 21 großformatige Graphitzeichnungen aus den Jahren von 1998 bis 2006.







Elke Hopfe
Frau im Profil, 2003
Graphit auf Papier
100 x 75 cm

Elke Hopfe
Akt (seitlich), 2002
Graphit auf Papier
100 x 75 cm




zur Homepage der Kunstsammlung Neubrandenburg