art meets music

17. Juni 2007 - 29. august 2007



Otto Sander Tischbein, art meets classic, 2007, Mischtechnik auf Papier, 29,5 x 21 cm

Musik inspiriert zur Kunst.
Dazu hat die Kunstsammlung vor einem Jahr bildende Künstler des Landes in einer offenen Ausschreibung zur Ausstellung aufgerufen. Gleichzeitig fanden die ersten Vorgespräche zur Konzertnacht statt. Die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz konnte mit dem World Quintet ein Spitzenensemble der Weltmusik engagieren.
36 bildende Künstler setzten sich mit dem Thema auseinander und reichten aktuelle Arbeiten ein. Die Auswahl der 12 Künstler für die Ausstellung traf eine Fachjury.
"art meets music" gibt einen spannenden Einblick in das zeitgenössische Schaffen des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Das einmalige der Vernissage zur Ausstellung ist die Einbindung in die 19. Neubrandenburger Konzertnacht.
Die Neubrandenburger Philharmonie und das World Quintet präsentieren unter Leitung von Stefan Malzew sinfonischen Klezmer in der Konzertkirche, im zweiten Teil der Konzertnacht wird das World Quintet vor den Kunstwerken in der Kunstsammlung improvisieren. .





Jürgen Buchholz
Rhythmus und Bewegung III, 2006/2006
Fotografie montiert und bearbeitet
30 x 40 cm

Die Fotos habe ich mit einer Digitalkamera bei "ungünstigen" Lichtverhältnissen und damit meist "zu langen" Belichtungszeiten aufgenommen. Daraus ergaben sich z. T. Bewegungsunschärfen, z. T. habe ich die Kamera auch absichtlich bewegt. Aus den Fotos habe ich dann einzelne Elemente ausgewählt, neu kombiniert und bearbeitet.

Sylvia Dallmann
Der Mond ist aufgegangen..., 2007
Aquarell auf Papier, 17,5 x 25 cm<

Meine Serie KLEINE LIEDER entstand im Zusammenhang mit der Ausstellung "art meets music". Mich reizte dabei das Credo der deutschen Romantiker an die Kunst, das Gewöhnliche ungewöhnlich und das Ungewöhnliche selbstverständlich zu sehen. Die KLEINEN LIEDER rücken durch diese Betrachtungsweise für mich in ein ganz anderes Licht.




Gerd Frick
NB statt der Musik, 2007
Farbradierung übermalt auf Bütten, 100 x 160 cm

Auf Grund der großen Abstraktion ist die Musik (die Königin der Kunst) durch ihre Interpretationsmöglichkeit und ihres Akzeptanzgrades, für mich anregendes Moment für die Schaffung von Bildkunst. Kunst als Realgegenstand zwar interpretationsoffen aber oft im Unterschied zur Musik nicht akzeptanzfähig.

Ute Gallmeister
Verwirbeltes, 2006
Tusche auf Papier, 16 x 58 cm

Verwirbeltes Tanzende Linie, Rhythmen pochend, kreisend, anhaltend. Mehrdeutungen zeigen sich an, mehr oder weniger deutlich. Samenflug vielleicht, ein Garten Eden oder einfach nur Frühlings-Jazz.




Hartwig
HamerKlavierkonzert, 2006
Radierung auf Bütten, 16,3 x 19,2 cm

Meine Radierungen sind das Ergebnis zahlreicher Skizzen und Studien während der Konzerte der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin im Laufe eines ganzen Jahres. Solche zeichnerischen Erkundungen führe ich weiter fort und möchte sie dann wieder ins Druckgrafische umsetzen.

Michael Herloff
Harmonie und Dissonanz I, 2006
Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm

Wärend meiner Arbeit an abstrakten und ungegenständlichen Bildern setzt ein Umlernprozeß der Sinne ein, d. h. ich versuche: " Mit den Augen so zu sehen wie man mit den Ohren hört". Und meine Bilder sollen beim Betrachter ähnliche Emotionen auslösen wie das Hören von Musik. Die malerisch-grafischen Elemente, die Formen und Farben werden wie Töne, Klänge, Akkorde und Harmonien in musikalischen Kompositionen eingesetzt, ohne Zwang Reales abbilden zu müssen. Anregen lasse ich mich vorwiegend von konzertanten Musikformen, insbesondere vom Jazz und der modernen Klassik.




Matthias Jaeger
Kleines Konzert, 1998-2006
Öl auf Leinwand, 76 x 90 cm

Bei dem Bild handelt es sich um eine malerische Montage von sich überlagernden umgesetzten Erlebnisschichten, wobei das Cellokonzert mit Krzysztof Penderecki in der Konzertkirche Neubrandenburg das eindringlichste war und die abschließende Form bestimmt hat.

Udo Rathke
Clouds, 2006 Videopainting, Loop,15:27 min, Sound Stefan Streck

Sein Bestreben, innere und äußere Naturerfahrung künstlerisch zu reflektieren, zielt dabei auf das "Ergründen universeller Zusammenhänge" einer als disparat und entfremdet empfundenen Welt. Seine Berufung auf ähnliche Zielsetzungen der Romantik zeigt sich in dem Projekt Clouds besonders deutlich. Stimmungshafte, assoziationsreiche Wolkenlandschaften werden in ihrer Flüchtigkeit und dem beständigen Wandel von Entstehen und Vergehen zur anschaulichen Metapher umfassender kosmischer Zusammenhänge. Den Eindruck naturhafter Metamorphosen verstärkt Rathke in Videoloops. ... Verstärkt wird diese Wirkung durch die Unterlegung mit Soundcollagen des Musikers Stephan Streck, die der flächenbezogenen Bewegung optischer Formen bewegte Klangräume zur Seite stellt. (Ralf Weingart)




Lucia Schoop
Liederkrone Schönberg 1872, 2006
Holzschnitt auf Papier, 52,5 x 75 cm

In meinen Holzschnitten habe ich Chöre und Orchester erarbeitet, da ich die Akteure zeigen möchte, die sich durch die Musik zusammenfinden. Die gemeinsame Freude an der Musik schafft eine Verbundenheit, welche in jedem Lebensalter, zu jeder Zeit, in jedem Land bestehen kann. Ausgangspunkt meiner Arbeit sind persönliche Fotografien, auf denen die Individualität der einzelnen Personen noch eine große Rolle spielt. Durch die Umsetzung in den Holzschnitt erhalten die Fotografien jedoch eine "höhere Auflösung". Individuelle Persönlichkeitsbezüge treten durch die archaische, einkerbende Arbeit in den Hintergrund, die Physiognomie der Personen verliert an Schärfe und Individualität, um somit einer übergreifenden Allgemeingültigkeit zu weichen.

Miro Zahra
Music of the days, 2005
Acryl, Pigment auf Bütten, 38 x 28 cm

Musik war schon immer meine stetige Begleiterin, vor allem während des Arbeitsprozesses in der herrlichen Einsamkeit des Ateliers, beim Malen. Fast unbewusst und selbstverständlich wurde sie in letzten Jahren auch zu einer der Inspirationsquellen meines künstlerischen Schaffens. Die Farben und Strukturen meiner Bilder, die über längere Zeiträume entstehen, erzeugen auch einen individuellen Klang und Schwingungen. Wenn sie auf ein Gegenüber mit einer auf sie eingestimmten Seite treffen, werden sie spürbar. Musik der Tage, eine unendliche Reihe von kleineren Arbeiten auf Papier, ist ein tagebuchartiges Zeugnis meiner künstlerischen Begegnung mit Musik, die nicht nach außen hörbar ist und doch in jedem von uns erklingt.




Ruzica Zajec
Das Rauschen I, 2007
Acryl auf Glas, 70 x 50 x 4,5 cm

Das Rauschen erschwert es, die gewünschte Nachricht zu verstehen. Ebenenreduktion des Naturmotivs im Bild, resultiert mit einer schwer erkenntlichen Formengruppierung, die einer Art visuellen Rauschen gleicht.

Tanja Zimmermann
Zeitgeschichte am Meer, 2007 Digitaldruck auf Folie in Sicherheitsverbundglas, 110 x 40 cm

Ich empfinde eine starke Affinität zu Musik, Film und auch Tanz. Die Mittel, eine Komposition zu schaffen, die eine Essenz ist aus Erlebtem, Durchdachtem, Gesehenem, Gehörtem, ist in allen Kunstgattungen ähnlich. Das Flüchtige und Fragmentarische der Wahrnehmung und Erinnerung gehört ebenso dazu wie Manifestes, Materialisiertes. Mit der Transparenz des Glases, das ich als Bildträger benutzte, und das der Photos und Bilder; mit dem möglichen Licht-Spiel ... hoffe ich Schwingungen zu erzeugen ähnlich wie dies Musik bei mir z. B. immer wieder hervorrufen kann.




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